In manchen Gesprächen scheint es, als ob wir in unterschiedlichen Welten leben. Oder auf unterschiedlichen Planeten, wie der schöne Buchtitel: Männer sind vom Mars und Frauen von der Venus, beschreibt. Aber dieses Phänomen finden wir nicht nur zwischen den Geschlechtern. Wir begegnen ihm fast täglich, in vielen kleinen und großen Situationen. Dabei fußt das Phänomen immer wieder auf dem gleichen Muster: eine bestimmte Situation wird unterschiedlich gesehen, bewertet und gefühlt.
Ich habe lange gebraucht, das zu verstehen. Es nicht als Angriff, Böswilligkeit, Manipulation oder Desinteresse zu interpretieren. Zu verstehen, dass jeder von uns mit seiner eigenen kleinen Welt auf dem Rücken daherkommt. Wie ein Rucksack, der geladen ist mit unseren Erfahrungen, Werten, verschiedenen Herangehensweisen und Denkmustern. Dass es keine objektive Wahrheit gibt, sondern nur eine Subjektive, basierend auf unserem ganz individuellen Wesen. Trotz des Wissens, über diese unterschiedlichen Wahrheiten, fällt es manchmal schwer damit umzugehen. Dann nicht in den Opfer- oder Angriffsmodus zu verfallen.
Wie könnte nun eine Lösung aussehen? Ich denke der wichtigste Schritt ist die Akzeptanz. Anzunehmen, dass beide Welten ein Recht auf Existenz, auf ihre eigene Wahrheit, haben. Bei meinem Gegenüber, aber auch für mich selbst. Gut zu reflektieren, welche neuen Aspekte sich mir durch die Begegnung eröffnen. Chancen darin erkennen. Und letztendlich zu entscheiden, was ich davon annehmen möchte, um meinen Weg gefestigt weitergehen zu können. In Ruhe. Mit Bedacht.
Let´s Treat Us Well. Sei Gut zu Dir und Deiner kleinen Welt auf dem Rücken. Es ist Deine Welt. Behüte und beschütze sie, ohne die Welt des Anderen zu verletzen oder verändern zu wollen.
