Selbstliebe. Eigentlich ein klares Wort, das aus zwei Bestandteilen besteht, nämlich Selbst und Liebe. Und dennoch könnte es für viele von uns nicht abstrakter sein. Es ist ein großes Wort, das uns immer wieder in verschiedenen Kontexten begegnet und wie ein Elefant im Raum zu stehen scheint.

Wie aber kommt es, dass ein so klares Wort gleichzeitig so „unnahbar“ sein kann? Häufig hängt es damit zusammen, dass wir es nie richtig kennengelernt haben. Das Konzept Selbstliebe. Wir sind ihm nie vorgestellt worden oder haben ihm die Hand geschüttelt. Vielmehr sind wir häufig mit der unbewussten Annahme erzogen worden, dass Liebe verdient werden muss. Durch unser Verhalten, unsere Taten oder unser Benehmen. Im Erwachsenenalter führt dies nicht selten zu dem sogenannten Funktionsmodus. Ein maschinell-klingendes Wort. Wir „funktionieren“, arbeiten unsere Aufgaben ab, gönnen uns wenig Ruhe, unterdrücken unsere Gefühle und im Extremfall opfern wir uns für andere auf. Die Konsequenzen: Depression, Burn-out, körperliche Beschwerden, wie Verspannungen, Magen- und Verdauungsprobleme.

Selbstliebe hingegen heißt, mich wahrzunehmen und zu fühlen. Mir die Frage zu stellen: „Wie geht es mir wirklich?“ Dafür muss ich meine Gefühle erstmal fühlen können und mir dann die Zeit nehmen, genau hinzuschauen. Es bedeutet, meine Bedürfnisse zu kennen. Zu wissen, was mir guttut, wo ich mich wohlfühle, oder auch nicht. Es bedeutet auch, meine Stärken ebenso zu kennen wie meine Schwächen. Und alles als ein Teil von mir zu sehen. Als ein Ganzes. Das Gesamtpaket „Uschi“ zu lieben. Alles von innen heraus. Nichts von außen. Und hier genau grenzt sich Selbstliebe von Fremdliebe ab. Selbstliebe ist nur für Dich; kommt von innen heraus. Steht Dir in unendlichen Maßen zur Verfügung. Und erst wenn die Speicher der Selbstliebe gefüllt sind, haben wir eine Basis, um andere zu lieben. Aus der Fülle und nicht aus dem Mangel heraus. Es ist die Grundlage für ein erfülltes und gesundes Leben.  Der Ursprung unseres Seins.

Let´s Treat us Well. Sei Gut zu Dir.