Habt Ihr schon einmal von dem Begriff „Problem-Shopping“ gehört? Ich auch nicht, denn ich habe ihn soeben erfunden. Aber ich finde, er passt hervorragend in bestimmte Lebensphasen. Nämlich in jene Phasen, in denen unbestellt ein Problem nach dem nächsten ins Haus trudelt. So ganz uneingeladen und völlig ungewollt. Und dennoch füllt sich unsere Einkaufstasche stetig.

Irgendwann ist die Tüte dann voll. Wird schwer und zerrt an unserem Arm. Wir bummeln dann nicht mehr locker flockig an den Geschäften vorbei, sondern merken bei jedem Schritt mehr, wie schwer die Tüte wiegt. Was machen wir nun mit unserer vollen Tüte? Diejenigen, die sich schon einmal einen freien Einkaufstag nur für sich abgeknapst haben, wissen: Aufgeben und Abbrechen ist keine Option! Das Ding ziehen wir durch. Und zwar mit maximaler Freude und Unbeschwertheit. Kurzer Optionscheck: wir schleppen die Tüte weiter, wir kippen die Tüte aus, oder suchen ein Schließfach, wo wir sie am Ende des Tages wieder abholen. Die ersten beiden Optionen versprechen keine große Erleichterung. Weder möchte ich mich heute schwer durch den Tag schleppen, noch meine Probleme direkt vor meinen Füßen wiederfinden und womöglich noch darüber stolpern. Also die dritte Option: wegschließen. Gesagt, getan. Schließfach gefunden, Tüte sein, Tür zu. Weiter bummeln. Und diesmal leicht und unbeschwert. Mit der Sonne im Gesicht und einem leckeren Kaffee in der Hand.

Die Moral der Geschichte: Probleme besitzen uns nicht! Wir haben die Macht, sie zur Seite zu legen, in eine Box oder Tüte zu packen, und wieder herauszuholen, wenn wir uns mit ihnen beschäftigen möchten und können.

Let´s Treat us Well. Sei Gut zu Dir. Lass nicht die Probleme Dein Leben bestimmen. Du entscheidest, wann Du mit einer schweren Tüte oder einem leckeren Kaffee durch den Tag schreitest.