Die Art und Weise, wie wir leben, wurde bereits in den 80iger Jahren von den Toten Hosen besungen. Wer hat nicht laut mitgesungen, wenn es wieder hieß: „In einer Welt, in der man nur noch lebt, damit man täglich roboten geht…“. Natürlich sind wir heute weiter. Erkennen, dass Work-Life-Balance wichtig ist, nehmen uns und unsere Bedürfnisse ernster. Haben erkannt, dass es „mehr“ im Leben gibt.
Die Frage ist nur, ist es wirklich „mehr“, wenn wir unsere Ausgleichsaktivitäten planen wie unseren Terminkalender im Büro? Wenn wir schnell die Sporttasche schnappen, um zwei Stunden Fitnesstraining in den Tag zu integrieren? Oder fühlt sich auch das manchmal nach Hektik und sogar Stress an? Es macht sicherlich Sinn, noch einmal genau hinzuschauen. Welche Momente sammeln wir im Alltag? Mit was „nähren“ wir unsere Seele? Erleben wir Momente, in denen wir tief durchatmen können, innerlich weit werden, die Verbindung zum Universum und der Erde spüren? Hierfür brauchen wir Wundermomente. Das sind jene Momente, in denen die Welt für einen kleinen Augenblick stillzustehen scheint. Stille und Frieden einkehren. Es kann der Blick in den Sternenhimmel sein, ein Spaziergang im bunten Blätterregen, die Rast auf einem Hochsitz mit der Sonne im Gesicht, wenn sich morgens der Nebel lichtet und der Tag sich zeigt, ein berührendes Lied oder das Betrachten eines Gemäldes.
Solche und ähnliche Momente gleichen kleinen Wundern. Sie lassen unser Herz weit werden, machen uns warmherzig und geben uns Kraft. Wundermomente können wir nicht planen. Wir können uns aber bewusst machen, dass es sie gibt und ihnen Raum geben. Hierfür müssen wir zwei Dinge tun: Erstens, uns klarmachen, was unsere ganz persönlichen Wundermomente sind, und zweitens, diese Momente leben. Das gelingt, wenn wir ihnen Priorität einräumen und sie vorsichtig in unser Lebensglas legen. Nicht zum Schluss, wenn das Glas bereits voll ist, sondern ganz zuerst.
Let´s Treat us Well. Sei Gut zu Dir. Sammele Wundermomente.
