Habt Ihr schon einmal darauf geachtet, wie und worauf wir unseren Blick richten? Beim Spazierengehen, Autofahren, Arbeiten, oder einfach auf dem Sofa sitzend? Rein wissenschaftlich betrachtet haben wir ein Gesichtsfeld von ca. 180 Grad. Wir können also Dinge gerade vor uns und kleinere Ausschnitte aus den Augenwinkeln wahrnehmen. Weit weg von einem Rundumblick.
Manchmal schränken wir unseren Blick jedoch noch weiter ein. Bewusst oder unbewusst. Wir sind im Tunnelblick. In diesem Zustand nehmen wir nur sehr wenig von unserer Außenwelt wahr. Es ist vergleichbar mit einer Lupe. Zwar mögen wir das Objekt direkt vor uns vergrößert wahrnehmen, der ganze Rest bleibt aber ausgeblendet. Die Impulsübertragung im Gehirn ist entsprechend. Alles ist auf Fokussierung ausgerichtet. Ob das nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Es ist einfach ein Zustand. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn wir allerdings Vielfalt und Farbe sehen möchten, müssen wir unsere Augen bewusst aufmachen. Unsere Sensoren für die Außenwelt öffnen, den Seh-Radius erweitern. Die Gedanken folgen dann entsprechen.
Wie geht das praktisch? Es hilft, eine andere Perspektive einzunehmen. Einmal den Blick bewusst in den Himmel richten, sich um die eigene Achse drehen, ein Stück rückwärtslaufen, sich auf die Erde legen, oder die Augen bewusst in die Ferne richten. Manche machen sogar einen Kopfstand. Als dies sind Dinge, die uns helfen einen besseren Gesamtüberblick zu erlangen. Wird es dadurch komplexer? Vielleicht ja. Gleichzeitig schenkt es uns jedoch Schönheit und neue Impulse.
Let´s Treat us Well. Sei Gut zu Dir. Gehe auf Wanderschaft mit Deinen Augen.
