Wann hat das eigentlich begonnen, dieser Mechanismus oder gar Überzeugung: wie du mir so ich dir?  Dieser fast unbewusste Reflex des „Gegenschlages“? Du tust mir weh, so tue ich dir auch weh. Angriff und Gegenangriff scheinen sich zu bedingen. Fast wie eine logische Abfolge der Dinge. Aber muss das so sein?

Wir sehen es auf der Weltbühne: Das eine Land greift das andere an und dieses „antwortet“ mit einem Vergeltungsschlag. Wir sehen es im privaten Umfeld: weil er mich nicht zu seinem Geburtstag eingeladen hat, lade ich ihn auch nicht ein. Oder weil er keinen Unterhalt zahlt, darf er sein Kind nicht sehen. Beispiele kennen wir alle zur Genüge. Es ist die unendliche Abfolge der Gewalt, durch Taten, Worten oder schweigendem Rückzug bis hin zur Ignoranz. Ein Schneeball, der einmal begonnen größer wird und mehr und mehr „Akteure“ involviert.

Egal wie wir reagieren – es sind alles Gegenmaßnahmen auf eine Aktion, die wir nicht befürworten. Von der wir uns bedroht fühlen, die uns schmerzt oder auch Angst einjagt. Die Angst vor Benachteiligung bis hin zur totalen Vernichtung. Wir das Bedürfnis verspüren, uns verteidigen zu müssen. Der Beginn der Gewaltspirale. Ein Lebens-Ping-Pong Spiel. 

Was würde eigentlich passieren, wenn wir nicht mit einer Gegenmaßnahme antworten würden? Würde dann immer der Stärkere bzw. Aggressivere gewinnen? Sich alles nehmen können und die Regeln diktieren? Nach dem Motto: „The Winner takes it all?“ Oder würde eventuell Raum für etwas ganz Neues geschaffen? Etwas, das im Moment noch nicht sichtbar ist, das wir noch nicht kennen?

Schwierige Fragen, doch eins ist klar: Es steht viel für uns auf dem Spiel. Die Entscheidung treffen wir.

Let´s treat us well. Sei gut zu Dir. Frage Dich: „Auf welches Antwortfeld springe ich“?